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Mansory macht den G 63 zum 603-kW-Monster und kehrt die Öffnungsrichtung der Fondtüren um

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 07.10.2026

Mansory hat sich erneut den Mercedes-AMG G 63 vorgenommen. Diesmal gehen die Änderungen über eine weitere Carbon-Schürze und größere Räder hinaus: Der überarbeitete Grande Entrée MY2025 erhält ein vollständig neu gestaltetes Bodykit, hinten angeschlagene Fondtüren und einen 4,0-Liter-V8, dessen Leistung von 430 auf 603 kW steigt.

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Auch das Drehmoment steigt von 850 auf 1150 Nm, wobei der Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,0 Sekunden gelingt. Mansory bietet das Auto zunächst in einer auf nur acht Exemplare begrenzten Auflage an.

Ein neues Bodykit heißt hier tatsächlich: alles neu

Mansory bezeichnet den Grande Entrée MY2025 als umfassend überarbeitete Version für das Modelljahr und gibt an, sämtliche Carbon-Bauteile des Bodykits neu gestaltet zu haben.

Die Front erhält eine neue Motorhaube ganz aus Carbon mit anders angeordneten Luftöffnungen. Auch die Anordnung der Leuchten in der Frontschürze, die zusätzliche Leuchteinheit auf dem Dach und die Radlaufverbreiterungen haben sich geändert. In Letztere hat Mansory natürlich sein Logo integriert – falls der Rest des Autos seine Herkunft nicht schon deutlich genug erkennen lässt.

Das auffälligste Karosseriedetail des Grande Entrée sind jedoch seine Fondtüren.

Mansory hat die Scharniere der Fondtüren an deren hintere Kante verlegt und eine Zuziehhilfe ergänzt. Dadurch entsteht eine breitere Öffnung für den Zugang zu den Rücksitzen. Vor allem aber verleiht es dem Auto eine Anmutung wie bei Rolls-Royce.

24-Zoll-Räder lassen wenig Raum für Geländereifen

Die Räder sind bis zu 24 Zoll groß. Zu Mansorys Optionen für den Grande Entrée gehören einteilige, geschmiedete FC.5-Räder im Format 10x24 Zoll.

Sie tragen Reifen im Format 295/30 R24. Diese Kombination macht recht deutlich, wofür das Auto tatsächlich gebaut wurde. Der G 63, auf dem es basiert, mag einen Leiterrahmen, drei Differenzialsperren und einen nach wie vor sehr leistungsfähigen Allradantrieb haben. Doch ein 24-Zoll-Reifen mit einem Querschnittsverhältnis von 30 Prozent ist kaum die erste Wahl, wenn man für eine felsige Piste den Reifendruck absenken will. Der Grande Entrée ist ein Luxusauto, das nebenbei die Geländetechnik der G-Klasse mitbringt.

Der 4,0-Liter-V8 bekommt größere Turbolader

Die größte technische Änderung steckt unter der Motorhaube. Der 4,0-Liter-V8 mit Biturboaufladung im serienmäßigen Mercedes-AMG G 63 leistet in der europäischen Ausführung 430 kW und 850 Nm. Mansory verbaut größere Turbolader, neue Rohre hinter den Abgaskrümmern und eine Abgasanlage mit höherem Durchsatz und passt die Motorsteuerung neu an.

Das Ergebnis: 603 kW und 1150 Nm.

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Das bedeutet 173 kW oder rund 40 Prozent mehr Leistung und zusätzlich 300 Nm Drehmoment. Laut Mansory beschleunigt das Auto in 4,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Angesichts von Gewicht und Aerodynamik der G-Klasse ist dieser Wert besonders bemerkenswert. Der G 63 ist kein stromlinienförmiger Supersportwagen, sondern ein hoher SUV, der fast 2,6 Tonnen wiegt und dessen Front aus aerodynamischer Sicht noch immer verblüffend stark an eine Wand erinnert.

603 kW machen den Grande Entrée noch lange nicht zu Mansorys extremster G-Klasse

Mansorys G-Klasse-Programm ist längst so umfangreich, dass der Grande Entrée nicht mehr wie ein einmaliges Experiment wirkt. Auf derselben Plattform bietet das Unternehmen verschiedene Gronos-Versionen, den World Class Grand Entrée mit verlängertem Radstand und sogar den zum Zweitürer umgebauten Gronos Coupé EVO C an. Aus technischer Sicht geht es nicht darum, den G 63 zum besten Geländewagen zu machen – diese Aufgabe erfüllt das Serienauto wahrscheinlich besser. Mansory verkauft hier Exklusivität, Auffälligkeit und die Möglichkeit, eine ohnehin schon teure G-Klasse in etwas zu verwandeln, das auch acht andere Käufer besitzen können.

Auf dem europäischen Markt bildet ein Auto wie dieses fast eine eigene Unterkategorie. Auch Brabus bietet G-Klasse-Varianten mit mehr als 588 kW an, doch Mansory gestaltet das Äußere bewusst extravaganter. Während Brabus zumindest gelegentlich den Eindruck eines Ingenieursunternehmens zu vermitteln versucht, gibt Mansory sich gar nicht erst zurückhaltend.

Der Verbrauch bestätigt: Die Gesetze der Physik gelten weiterhin

Mansory gibt für den Grande Entrée einen offiziellen kombinierten Kraftstoffverbrauch von 14,1 l/100 km und CO₂-Emissionen von 312 g/km an.

Bei einem Auto mit 603 kW sollte man diesen Verbrauchswert eher als Homologationswert denn als Versprechen verstehen. Wer die 1150 Nm regelmäßig abruft, wird die 14,1 l/100 km ziemlich schnell nur noch im Rückspiegel sehen.

Für Käufer eines Grande Entrée ist der Kraftstoffverbrauch aber wahrscheinlich nicht das wichtigste Kaufkriterium. Acht Autos, 24-Zoll-Räder, andersherum öffnende Fondtüren und 603 kW machen recht deutlich, in welcher Welt diese G-Klasse zu Hause ist.

Mansory hat nicht versucht, den G 63 vernünftiger zu machen. Ziel war es, ihn noch auffälliger, schneller und seltener zu machen – und in dieser Hinsicht lässt der Grande Entrée kaum Raum für Missverständnisse.