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Jeep Cherokee Trailhawk bekommt Geländeuntersetzung, sperrbares Hinterachsdifferenzial und mehr Bodenfreiheit
Jeep bietet den neuen Cherokee wieder in einer Version an, die tatsächlich fürs Gelände ausgelegt ist. Der Cherokee Trailhawk des Modelljahrs 2027 erhält ein zweistufiges Verteilergetriebe mit einer Untersetzung von 2,92:1, ein elektronisch sperrbares Hinterachsdifferenzial und 229 mm Bodenfreiheit. Damit unterscheidet er sich vom regulären Cherokee nicht mehr nur durch ein Ausstattungspaket mit robusterer Optik.
Trailhawk mit echter Geländetechnik
Nach Angaben, die Stellantis am 30. September veröffentlicht hat, nutzt der Cherokee Trailhawk den Allradantrieb Jeep Active Drive II. Sein zweistufiges Verteilergetriebe bietet eine Geländeuntersetzung von 2,92:1; die Gesamtübersetzung im Kriechgang beträgt 37,5:1. Bei Bedarf sperrt das System auch das Hinterachsdifferenzial.
Das Fahrwerk legt das Fahrzeug um 25 mm höher, wodurch die Bodenfreiheit auf 229 mm steigt. Neue Federn und Dämpfer verbessern zudem die Achsverschränkung. Der vordere Böschungswinkel wächst auf 28,8 Grad, der Rampenwinkel auf 21,9 Grad und der hintere Böschungswinkel auf 31,8 Grad. Beim regulären Cherokee liegen die entsprechenden Werte bei etwa 19,6, 18,8 und 29,4 Grad. Den größten Zugewinn gibt es somit bei der Bodenfreiheit unter dem Vorderwagen.
Jeep ergänzt einen Unterfahrschutz aus Stahl für Vorderachse, Verkabelung und Kraftstofftank sowie einen separaten Schutz für die Hybridbatterie. Die Wattiefe steigt auf 610 mm. Auf den 17-Zoll-Rädern sitzen All-Terrain-Reifen vom Typ Nexen Roadian ATX in der Größe 245/65 R17.
Hybridantrieb unverändert, Verbrauch steigt
Der Trailhawk nutzt denselben Hybridantrieb mit 1,6-Liter-Turbobenziner wie die übrigen Versionen der Cherokee-Baureihe. Das System leistet 157 kW; in der Standardversion beträgt das Drehmoment 312 Nm. Die All-Terrain-Reifen, die höhergelegte Karosserie und die schwerere Allradtechnik wirken sich auf den Verbrauch aus. Jeep schätzt den Durchschnittsverbrauch des Trailhawk auf rund 7,6 l/100 km, gegenüber etwa 6,4 l/100 km beim regulären Cherokee.
Für ein Fahrzeug, das anders als viele SUV derselben Klasse über eine echte Geländeuntersetzung und ein sperrbares Hinterachsdifferenzial verfügt, ist das immer noch ein vertretbarer Kompromiss. Technisch rückt der Cherokee Trailhawk der klassischen Jeep-Formel deutlich näher als die meisten seiner Rivalen mit frontantriebsbasierter Architektur.
Europa bleibt vorerst außen vor
Die Produktion beginnt Ende 2026 im Stellantis-Werk in Toluca, Mexiko. Jeep hat den Vertrieb des Cherokee Trailhawk in Europa noch nicht bestätigt.
Das wäre schade, denn ein Cherokee mit Hybridantrieb, kompakterer Karosserie und echter Geländetechnik würde eine recht eigenständige Nische besetzen. Im europäischen Jeep-Programm machen derzeit vor allem die deutlich stärker auf den Stadtverkehr ausgerichteten Modelle Compass und Avenger den Großteil des Angebots aus.