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BYD Shark
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BYD Shark erhält fünf Sterne bei Euro NCAP – Crashtest zeigt aber eine Schwäche

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 16.10.2026

Der Plug-in-Hybrid-Pick-up Shark DMO des chinesischen Autoherstellers BYD hat bei den Sicherheitstests von Euro NCAP die Höchstwertung von fünf Sternen erreicht. Beim Schutz erwachsener Insassen erzielte er 82 Prozent der möglichen Punkte, beim Schutz von Kindern 86 Prozent. Das Ergebnis ist solide, doch die Tests zeigten auch einen typischen Nachteil großer, schwerer Pick-ups: Bei einem Frontalzusammenstoß können sie für andere Fahrzeuge ein erhebliches Risiko darstellen.

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Fünf Sterne bedeuten kein makelloses Ergebnis

Die Ergebnisse von Euro NCAP beruhen auf Tests, die die australische Organisation ANCAP 2025 durchgeführt hat, ergänzt durch zusätzliche Prüfungen der europäischen Organisation.

Beim Frontalcrash blieb die Fahrgastzelle stabil, während die Karosserie beim Seitenaufprall die Insassen gut schützte. Für den Schutz vor Schleudertraumata bei einem Heckaufprall erhielt der Shark zudem die volle Punktzahl.

Allerdings war nicht alles ideal. Euro NCAP bewertete das Verhalten des Shark bei einem Frontalaufprall gegenüber einem anderen Fahrzeug als aggressiv. Das bedeutet: Seine stabile Struktur schützt zwar die Insassen des Pick-ups, kann aber die Folgen eines Zusammenstoßes für ein kleineres Auto verschlimmern.

Elektronik hilft, Unfälle zu vermeiden

Das autonome Notbremssystem des Shark schnitt bei der Erkennung von Rad- und Motorradfahrern gut ab. Ein Spurhalteassistent und ein System, das die Geschwindigkeit des Fahrzeugs an Verkehrszeichen anpasst, trugen ebenfalls zur Bewertung von 87 Prozent im Bereich Sicherheitsassistenten bei. Ein bemerkenswertes Sicherheitsmerkmal für Kinder ist ein System, das ein im Innenraum zurückgelassenes Kind erkennt und den Fahrer vor der möglichen Gefahr warnt.

Das Fünf-Sterne-Ergebnis ist für BYD eine weitere Bestätigung, dass der chinesische Hersteller auch im Segment größerer Nutzfahrzeuge wettbewerbsfähige Sicherheitsstandards bieten kann.

321 kW und bis zu 90 Kilometer elektrisch

Der Shark ist weit entfernt von einem herkömmlichen Diesel-Arbeitstier. Sein DMO-Plug-in-Hybridantrieb kombiniert einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit zwei Elektromotoren. Der vordere Motor leistet 170 kW und liefert 310 Nm, der hintere 150 kW und 340 Nm. Die Systemleistung beträgt 321 kW, das Systemdrehmoment 650 Nm. Der große Pick-up beschleunigt in nur 5,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Damit ist er schneller, als es die meisten herkömmlichen Diesel-Pick-ups sein können.

Laut BYD ermöglicht die Blade-Batterie mit 32,2 kWh eine elektrische Reichweite von bis zu 90 Kilometern. Mit voll geladener Batterie und vollem Kraftstofftank beträgt die kombinierte Reichweite rund 674 Kilometer.

Die Batterie sitzt in der Leiterrahmenstruktur; zu ihrer Befestigung nutzt der Hersteller die Cell-to-Chassis-Technologie.

In Europa wartet die Konkurrenz der Diesel-Pick-ups

Der Shark DMO kann in Großbritannien bereits bestellt werden. Die Preise beginnen bei 47.295 £ inklusive Mehrwertsteuer, umgerechnet rund 54.500 €.

Auf dem europäischen Markt würde der Shark vor allem mit dem Ford Ranger, Toyota Hilux und Isuzu D-Max konkurrieren.

Der Vorteil des Plug-in-Hybrids liegt darin, kürzere Strecken elektrisch zurücklegen und mit der Fahrzeugbatterie externe elektrische Geräte mit Strom versorgen zu können. Doch Beschleunigung und elektrische Reichweite allein bestimmen nicht, wie gut sich ein Pick-up im Arbeitseinsatz bewährt. Zuladung, Anhängelast und die Haltbarkeit des Antriebs bei dauerhaft hoher Belastung sind ebenso wichtig.

Die Fünf-Sterne-Sicherheitswertung ist ein starkes Verkaufsargument für BYD. Bei einem großen Pick-up verdient aber auch die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer Aufmerksamkeit. Genau in diesem Punkt zeigte der Test von Euro NCAP, dass selbst moderne Hybridtechnik die Gesetze der Physik nicht außer Kraft setzen kann.