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Škoda Kodiaq bekommt Plug-in-Hybrid mit 200 kW – stärker als der RS

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Zum zehnten Jubiläum des Kodiaq erweitert Škoda das Angebot um zwei Neuerungen. Ein Plug-in-Hybrid mit 50 kW mehr Leistung kommt hinzu: Seine Systemleistung von 200 kW übertrifft sogar die des sportlichen Kodiaq RS. Zudem kehrt die luxuriöse Ausstattungslinie Laurin & Klement als Topversion zurück. Der stärkste Kodiaq ist damit nun ein Hybrid – allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Anders als der RS treibt er nur die Vorderräder an.

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Plug-in-Hybrid mit einem Drittel mehr Leistung

Laut der offiziellen Mitteilung von Škoda vom 22. Oktober nutzt der neue Kodiaq iV denselben Plug-in-Hybrid-Antrieb mit 200 kW, der in diesem Jahr auch ins Superb-Programm aufgenommen wurde.

Der Antrieb kombiniert einen 1,5-Liter-TSI-Turbobenziner mit 130 kW und einen 85 kW starken Elektromotor. Die Systemleistung beträgt 200 kW, das maximale Drehmoment 400 Nm.

Gegenüber dem bisherigen Plug-in-Hybrid mit 150 kW ist die Leistung um 50 kW beziehungsweise 33 Prozent gestiegen. Die Mehrleistung geht auf einen überarbeiteten Benzinmotor und Änderungen an der Antriebssteuerung zurück.

Der schwächere Plug-in-Hybrid bleibt ebenfalls im Angebot – als Alternative für Käufer, denen ein niedrigerer Preis wichtiger ist als mehr Leistung.

Bemerkenswert ist, dass der neue Plug-in-Hybrid auch den 195 kW starken Kodiaq RS übertrifft. Dieser hat einen 2,0-Liter-Turbobenziner und Allradantrieb, während der Hybrid seine gesamten 400 Nm über die Vorderräder auf die Straße bringen muss.

Mehr Leistung bedeutet daher nicht zwangsläufig eine schnellere Beschleunigung aus dem Stand oder ein besseres Fahrverhalten. Der Allradantrieb verschafft dem RS einen klaren Vorteil, besonders auf nassen und glatten Straßen. Beschleunigungswerte und Höchstgeschwindigkeit des neuen Plug-in-Hybrids hat Škoda noch nicht veröffentlicht.

Mehr als 100 Kilometer rein elektrisch

Mit der höheren Leistung geht kein größerer Akku einher. Der Kodiaq iV nutzt weiterhin eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Bruttokapazität von 25,7 kWh, von denen 19,7 kWh nutzbar sind.

Nach Angaben des Herstellers liegt die elektrische Reichweite bei mehr als 100 km. Der bisherige Kodiaq iV mit 150 kW schafft je nach Version im WLTP-Zyklus bis zu 124 km; den genauen Wert für den neuen Antrieb hat Škoda aber noch nicht bestätigt.

Die Batterie lässt sich mit bis zu 50 kW Gleichstrom schnellladen und damit an herkömmlichen öffentlichen Schnellladestationen aufladen.

Wie nützlich ein Plug-in-Hybrid im Alltag ist, hängt allerdings vom Ladeverhalten ab. Wer täglich lädt, kann die meisten kürzeren Fahrten zurücklegen, ohne den Benzinmotor zu starten. Bei leerer Batterie fällt der Kraftstoffverbrauch dagegen deutlich höher aus, als die offiziellen gewichteten Durchschnittswerte für Plug-in-Hybride nahelegen.

Laurin & Klement kehrt als luxuriösere Kodiaq-Variante zurück

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Die zweite Neuerung zum Jubiläum betrifft die Ausstattung. Die bereits vom Kodiaq der ersten Generation bekannte Linie Laurin & Klement kehrt an die Spitze des Programms zurück und bietet eine Alternative zu den sportlich gestalteten Varianten Sportline und RS.

Äußerlich ist die neue Variante an Stoßfängern und Seitenschwellern in Wagenfarbe, silbernen Dachrelingen und eigenständigen Leichtmetallrädern zu erkennen. Serienmäßig sind 19-Zoll-Räder vom Typ Lefka montiert, optional gibt es 20-Zoll-Räder der Typen Venus oder Rila.

Matrix-LED-Scheinwerfer gehören ebenfalls zur Ausstattung.

Innen bietet Škoda AGR-zertifizierte ergonomische Vordersitze mit erweiterter Massagefunktion. Hinzu kommen eine Drei-Zonen-Klimaautomatik, ein 13-Zoll-Zentraldisplay, eigenständige Dekorelemente und Laurin & Klement-Embleme.

Die neue Ausstattungslinie ist nicht auf einen Antrieb beschränkt. Zur Wahl stehen mehrere Motorisierungen, darunter der neue Plug-in-Hybrid mit 200 kW.

Preise für die neuen Varianten stehen noch aus

Mit dem erweiterten Antriebsangebot des Kodiaq stärkt Škoda seine Position auf dem europäischen Markt für große Familienwagen. Plug-in-Hybride sind zu einer wichtigen Alternative zu Dieselfahrzeugen geworden, insbesondere für Käufer, die zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können.

Technisch ist der 200-kW-Antrieb im Volkswagen-Konzern keine Neuheit. Der Tiguan eHybrid R-Line bietet beispielsweise bereits dieselbe Leistung und 400 Nm Drehmoment. Die Stärken des Kodiaq bleiben seine größere Karosserie und sein praktischerer Innenraum.

Die Preise für den stärkeren Plug-in-Hybrid und den Laurin & Klement sind noch nicht bekannt. Bestellungen für die neue Luxusvariante sollen in Deutschland in diesem Herbst möglich sein.

Auch die Verkaufszahlen zeigen, welche Bedeutung der Kodiaq für Škoda hat. Seit der Vorstellung der ersten Generation im September 2016 hat der Hersteller weltweit 1,2 Millionen Kodiaq verkauft. Das Modell findet in rund 70 Märkten Käufer und war 2025 das am zweithäufigsten verkaufte Auto von Škoda.

Mit dem neuen Plug-in-Hybrid mit 200 kW erhält der Kodiaq eine leistungsstärkere Alternative. Dass er keinen Allradantrieb bietet, bleibt jedoch sein auffälligster Kompromiss. Bei einem großen Familienauto mit knapp 200 kW könnte die Verteilung der Antriebskraft auf alle vier Räder mehr sein als ein Privileg, das dem RS vorbehalten bleibt.