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Elektrischer BMW iX3 schlägt sportlichen X3 M50 im Elchtest

BMW iX3 M60 xDrive
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Der neue elektrische BMW iX3 zeigt, dass eine große Batterie und ein hohes Leergewicht nicht zwangsläufig schlechteres Fahrverhalten bedeuten. Bei einem Elchtest der spanischen Auto-Website km77 absolvierte der iX3 50 xDrive den Parcours mit 73 km/h und schlug damit den deutlich leichteren, sportlicheren Benziner X3 M50. Im Slalom fiel sein Ergebnis noch überzeugender aus: Der elektrische BMW zog mit dem Porsche Macan gleich.

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Das schwerere Elektroauto schnitt besser ab

Km77 testete den neuen iX3 50 xDrive. Dessen Allradantrieb mit zwei Elektromotoren leistet 345 kW und liefert 645 Nm Drehmoment. Der Testwagen war mit 22-Zoll-Rädern und Pirelli-P-Zero-E-Reifen ausgestattet.

Im Elchtest meisterte der iX3 das abrupte Ausweichmanöver mit 73 km/h, ohne einen der Kegel zu berühren. Der benzinbetriebene X3 M50 erreichte im selben Test als Bestwert 69 km/h.

Ein Unterschied von 4 km/h ist nicht riesig, angesichts des Gewichtsunterschieds zwischen den Autos aber bemerkenswert. Der elektrische iX3 wiegt über 200 kg mehr als sein Konkurrent.

Den Testern zufolge blieb der iX3 bei abrupten Richtungswechseln besser ausbalanciert. Im Grenzbereich neigte er zwar zum Untersteuern, dieses trat aber vorhersehbar und deutlich sanfter auf als beim X3 M50.

Beim Benziner überraschte die Tester vor allem das ausgeprägte Untersteuern, das die schnelle Rückkehr auf die ursprüngliche Fahrspur erschwerte.

Im Slalom zog der iX3 mit dem Porsche Macan gleich

Im Slalomtest schnitt der elektrische BMW noch besser ab und erzielte eine Zeit von 22,7 Sekunden.

Der benzinbetriebene Porsche Macan der zweiten Generation fuhr exakt dieselbe Zeit. Der elektrische Mercedes-Benz GLC 400 4Matic EQ war nur 0,1 Sekunden schneller.

Zum Vergleich: Der X3 M50 benötigte für denselben Slalomparcours 24 Sekunden.

Die Tester lobten das präzise Lenkgefühl des iX3 und die gut kontrollierten Karosseriebewegungen. Bei abrupten Richtungswechseln zeigte die Hinterachse keine unerwarteten Reaktionen, und der Fahrer konnte die Fahrlinie leicht korrigieren.

Neue Klasse zeigt ihren Wert

Der iX3 basiert auf BMWs neuer Elektroauto-Plattform Neue Klasse, deren Konstruktion sich grundlegend von der des X3 mit Verbrennungsmotor unterscheidet.

Die unter dem Fahrzeugboden eingebaute 108,7-kWh-Batterie trägt zu einem niedrigen Schwerpunkt bei. Zusammen mit der neuen elektronischen Steuerungsarchitektur und der Fahrwerksabstimmung ermöglicht das eine bessere Kontrolle der Karosseriebewegungen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Elektroautos grundsätzlich ein besseres Fahrverhalten bieten als Modelle mit Verbrennungsmotor. Fahrwerksgeometrie, Reifen, Gewichtsverteilung und die Abstimmung der Stabilitätsregelung beeinflussen das Ergebnis mindestens ebenso stark wie die Art des Antriebs.

Beim BMW iX3 scheinen diese Faktoren gut zusammenzuspielen. Dennoch blieb sein Ergebnis im Elchtest unter der Marke von 77 km/h, die bei den Tests von km77 als wichtiger Maßstab gilt.

Auf dem europäischen Markt konkurriert der iX3 vor allem mit dem elektrischen Mercedes-Benz GLC und dem Porsche Macan. Mit 345 kW Leistung, bis zu 805 km WLTP-Reichweite und einer Ladeleistung von 400 kW bringt der BMW starke technische Voraussetzungen mit.

Der Elchtest liefert etwas, das technische Datenblätter nicht zeigen können: einen Beleg dafür, dass die neue Elektroarchitektur von BMW auch gutes Fahrverhalten ermöglicht.